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Es riecht nach faulen Eiern

Die kurze Antwort Lässt sich beheben

Lässt sich beheben. Der Geruch nach faulen Eiern ist Schwefelwasserstoff: Die Hefe gibt ihn ab, wenn ihr Nährstoffe fehlen. Allein ist er kein Grund zum Wegwerfen. Gärt er noch, gib Hefenährstoff dazu; ist er fertig, trenn ihn vom Bodensatz.

Geprüft am 26. Oktober 2026 · 17 Angaben, jede mit ihrer Quelle

Gärballon mit gärendem Met, trüb und mit etwas Schaum, mit seinem Gärventil in S-Form; daneben ein Aräometer in einem Messzylinder mit einer Probe

Im Zweifel wegwerfen. Fervida sieht dein Glas nicht. Keine Seite kann dir sagen, dass etwas sicher ist: Sie kann dir zeigen, worauf du achten musst.

Was du siehst

Wenn du dich dem Gärventil näherst oder eine Probe nimmst, riecht es nach faulen Eiern oder nach Schwefel. Meist merkt man es während der Gärung, manchmal schon in den ersten Tagen. Ansonsten können Met oder Cidre gut laufen: Bläschen im Gärventil, ein Bodensatz unten und eine Dichte, die sinkt.

Warum das passiert

Das ist Schwefelwasserstoff, ein Gas, das die Hefe abgibt, wenn es ihr schlecht geht. Die häufigste Ursache ist, dass ihr Nährstoffe fehlen: Ohne sie gerät sie in Stress und gibt diesen Geruch ab.

Beim Met passiert das leicht, weil Honig wenig Stickstoff und wenige Mineralstoffe hat und die Hefe mit so einem Most nicht immer zurechtkommt. Beim Cidre tritt es vor allem mit nährstoffarmen Säften und mit manchen Hefen auf. Der wenige Stickstoff kann auch andere seltsame Aromen geben.

Es gibt noch eine Ursache, erst am Ende: Hefe, die in der Flüssigkeit bleibt, wenn die Gärung fertig ist, kann ebenfalls seltsame Aromen geben, und eines davon ist faule Eier.

Was tun

Lässt sich beheben: Prüf, ob er noch gärt

Allein ist der Geruch kein Grund zum Wegwerfen: Die Ratgeber erklären ihn mit einer hungrigen Hefe und verlangen nicht, ihn wegzuwerfen. Sieh dir zuerst die Oberfläche an: Ist Flaum oder sind farbige Flecken da, ist es Schimmel, und dann wird alles weggeworfen.

Miss danach die Dichte, mit einer Probe, die du mit dem desinfizierten Schlauch entnimmst:

Wenn sie noch sinkt, arbeitet die Hefe weiter. Gib Hefenährstoff in der Dosis dazu, die der Hersteller angibt, in etwas von der Flüssigkeit aufgelöst, und desinfiziere alles, was damit in Berührung kommt. Das ist eine Hausregel: Kein Ratgeber erklärt, wie man es behebt, nur dass der Hefe kein Nährstoff fehlen darf. Halte ihn bei der Temperatur aus dem Rezept, ohne abrupte Wechsel.

Wenn sie nicht mehr sinkt, ist die Gärung fertig oder hat aufgehört. Zieh ihn mit dem Heberschlauch in einen anderen sauberen, desinfizierten Gärballon ab, ohne den Bodensatz mitzuziehen und ohne zu spritzen. So trennst du ihn von der Hefe, die unten liegt. Setz das Gärventil auf und folge dem Rezept: klären lassen und, wenn er trocken und stabil ist, abfüllen. Wenn sie über 1,000 stehen geblieben ist, lies „Die Dichte sinkt nicht“.

So vermeidest du es

  • Beim Met den Nährstoff, den das Rezept verlangt, von Anfang an: Honig hat wenig Stickstoff.
  • Weinhefe, niemals Backhefe. Für Cidre nimmt man üblicherweise eine Reinzuchthefe für Weißwein.
  • Die Temperatur aus dem Rezept, ohne abrupte Wechsel: 18–27 °C für Met und Cidre, und kühl, bei 10–16 °C, für trockenen Cidre.
  • Miss regelmäßig die Dichte, damit du weißt, wann er fertig ist.
  • Wenn er fertig ist, zieh ihn alle paar Wochen vom Bodensatz ab, ohne zu spritzen, wie es das Rezept sagt.

Woher jede Angabe stammt

Jede Aussage auf dieser Seite stammt aus einer Leitlinie zur Lebensmittelsicherheit. Wir bewahren von jeder Quelle eine Kopie auf und zitieren ihren genauen Wortlaut, in der Originalsprache.

  1. 1

    Ohne Nährstoff gerät die Hefe in Stress und gibt einen Geruch nach faulen Eiern ab

    “lack of yeast nutrient can stress the yeast, causing your wine to develop an unpleasant (hydrogen sulfide or rotten egg) odor”

    NDSU Extension (North Dakota State University) · From the Garden or Orchard to the Table: Getting Started With Home Winemaking (FN1638, reviewed August 2026) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  2. 2

    Miss regelmäßig die Dichte

    “Regularly check the specific gravity.”

    NDSU Extension (North Dakota State University) · From the Garden or Orchard to the Table: Getting Started With Home Winemaking (FN1638, reviewed August 2026) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  3. 3

    Den Nährstoff so, wie es das Rezept sagt

    “Be sure to follow the recipe recommendations”

    NDSU Extension (North Dakota State University) · From the Garden or Orchard to the Table: Getting Started With Home Winemaking (FN1638, reviewed August 2026) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  4. 4

    Alles, was den Most berührt, gewaschen, gespült und desinfiziert

    “Everything that touches the juice or wine, including the primary fermenter, measuring containers and stirring spoons, must be washed, rinsed and sanitized.”

    NDSU Extension (North Dakota State University) · From the Garden or Orchard to the Table: Getting Started With Home Winemaking (FN1638, reviewed August 2026) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  5. 5

    Eine gleichmäßige Temperatur von 18–27 °C

    “try to keep the must maintained at an even temperature between 65 and 80 degrees Fahrenheit”

    NDSU Extension (North Dakota State University) · From the Garden or Orchard to the Table: Getting Started With Home Winemaking (FN1638, reviewed August 2026) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  6. 6

    Über Wochen oder Monate mehrmals abziehen, um ihn vom Bodensatz zu trennen

    “For the next several weeks or months, additional racking from one container to another will be needed to remove the wine from the lees (sediment).”

    NDSU Extension (North Dakota State University) · From the Garden or Orchard to the Table: Getting Started With Home Winemaking (FN1638, reviewed August 2026) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  7. 7

    Weinhefe, keine Backhefe

    “Be sure to use winemaking yeast; do not use baking yeast.”

    NDSU Extension (North Dakota State University) · From the Garden or Orchard to the Table: Getting Started With Home Winemaking (FN1638, reviewed August 2026) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  8. 8

    Honig hat wenig Stickstoff und wenige Mineralstoffe

    “honey presents low levels of nitrogen and mineral substances”

    Molecules (MDPI), Iglesias et al. · Developments in the Fermentation Process and Quality Improvement Strategies for Mead Production (2014) · abgerufen am 25. Oktober 2026

Die 9 fehlenden Angaben ansehen
  1. 9

    Die Probleme beim Met kommen von einer Hefe, die mit harten Bedingungen nicht zurechtkommt

    “These problems have been linked to the inability of yeasts to accomplish their role in extreme growth conditions.”

    Molecules (MDPI), Iglesias et al. · Developments in the Fermentation Process and Quality Improvement Strategies for Mead Production (2014) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  2. 10

    Hefe, die nach der Gärung zurückbleibt, kann seltsame Aromen geben, auch nach faulen Eiern

    “yeasts remaining on the product after fermentation, due to ineffective filtration procedures, can produce undesirable flavors, among which estery, acidic, phenolic or hydrogen sulphide (odor of rotten eggs)”

    Molecules (MDPI), Iglesias et al. · Developments in the Fermentation Process and Quality Improvement Strategies for Mead Production (2014) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  3. 11

    Beim Cidre hängt der Geruch nach faulen Eiern mit nährstoffarmen Säften und manchen Hefen zusammen

    “Development of hydrogen sulfide compounds (rotten egg smell) especially appear to be related to low nutrient fermentations with certain yeast strains.”

    University of Vermont Extension (T. Bradshaw) · Commercial Production of Unpasteurized and Fermented Ciders in Vermont (2010) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  4. 12

    Mit wenig Stickstoff gibt der Saft auch andere seltsame Aromen

    “Low juice nitrogen levels can also contribute to off-flavors during fermentation, so experimentation and monitoring are important.”

    University of Vermont Extension (T. Bradshaw) · Commercial Production of Unpasteurized and Fermented Ciders in Vermont (2010) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  5. 13

    Cidre kühl, am besten bei 10–16 °C

    “Put air lock on container and keep cool, preferably 50-60 °F or as dictated by the selected yeast strain.”

    University of Vermont Extension (T. Bradshaw) · Commercial Production of Unpasteurized and Fermented Ciders in Vermont (2010) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  6. 14

    Keine abrupten Temperaturwechsel

    “Rapidly fluctuating temperatures should be avoided.”

    University of Vermont Extension (T. Bradshaw) · Commercial Production of Unpasteurized and Fermented Ciders in Vermont (2010) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  7. 15

    Beim Abziehen nicht spritzen

    “Take care to avoid splashing while racking.”

    University of Vermont Extension (T. Bradshaw) · Commercial Production of Unpasteurized and Fermented Ciders in Vermont (2010) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  8. 16

    Für Cidre nimmt man vor allem eine Reinzuchthefe für Weißwein

    “A selected white wine yeast is most often used in cider production.”

    University of Vermont Extension (T. Bradshaw) · Commercial Production of Unpasteurized and Fermented Ciders in Vermont (2010) · abgerufen am 25. Oktober 2026

  9. 17

    Ist irgendwo Schimmel, wird der ganze Ansatz weggeworfen

    “If you confirm mold growth on any part of a ferment, it should be immediately discarded.”

    UC Davis, Department of Food Science and Technology · Common issues with fermented fruits and vegetables (v1.0, 15-mar-2022) · abgerufen am 20. Oktober 2026